Kommen Sie nach Luras, um die Geschichte von sa femina agabbadora zu entdecken

Kommen Sie nach Luras, um die Geschichte von sa femina agabbadora zu entdecken!

Seit mehr als zehn Jahren ist in Luras das Galluras Museum geöffnet; Das ist ein ethnographisches Museum, das, wie der Name schon sagt, die ländlich-pastorale Gesellschaft und die Traditionen von Luras und vom ganzen Gallura Gebiet Nordsardiniens erzählt.

Dank einer genauen Rekonstruktion des Innenraums eines alten Hauses im Stadtzentrum kann man den Alltag bis zum letzten Jahrhundert, die Bauerarbeiten, den Weinbau, die  Wollverarbeitung und Textilkunst, bis zur Korkenherstellung erleben, die eine der wichtigsten Produktionsaktivitäten der Gegend ist.

Das Museum wurde wegen eines Befundes bekannt: Der Hammer der sa femina agabbadora.

Wer war die Agabbadora? Sie war eine Dame, die bis zum letzten Jahrhundert  eine besondere Rolle in der Gesellschaft aus verschiedenen Gebieten Sardiniens spielte: wie der Name schon sagt, kommt die Bedeutung aus dem spanischen Wort „acabar“, das "Enden" bedeutet, hiermit entlastete die Femina Agabbadora  die Schmerzen der Terminalkranken vor dem Tod mit dem Schlag eines speziellen Holzhammers (mazzolu odermalteddhu genannt).

Sie war immer schwarz angezogen und folgte bestimmte Rituale: Sie könnte mit einem kleinen Joch unter dem Kopfkissen handeln oder das Kopfkissen zur Erstickung gebrauchen. Sie ließ alle Familienmitglieder aus dem Krankenzimmer raus und versteckte heilige Bilder und Kruzifixe. Diese Praxis, die als eine Möglichkeit gesehen war, ein Ende an das Leiden der Kranken zu geben, war in den Landgebieten häufig zu sehen, um den Familien mit den Bedürfnissen des Unterhalts oft entgegen zu kommen, da diese oft zurück bleiben, um sich um die Kranken zu kümmern.

Oft war die Agabbadoraoder Accabadora auch eine Hebamme “maestra de paltu”, die in den Häusern der Schwangeren gebraucht  war, um zu helfen. Eine Figur, zwischen Legende und Wirklichkeit, Stille und Mysterien, welche die Gemeinschaft  mit der wichtigen Aufgabe betraute,  das Leben zu geben und zu nehmen. Eine Aufgabe, die nicht nur moralisch war.

Pier Giacomo Pala, der Erfinder und Herausgeber des Museums, begann 1981, Informationen über diese geheimnisvolle Person, durch Beweise und Zeugenaussagen der älteren Einwohner von Luras, zu sammeln, bis er unter einer alten Trockenmauer neben dem Bauernhof, wo eine dieser Frauen gelebt hatte, den Hammer der Agabbadòra gefunden hat, der heute im Museum von Luras zu sehen ist. Von seinen Forschungen entstand ein Buch “Anthologie von der Femina Agabbadora - alles über Femina Agabbadora“, das erlaubt, die Ereignisse dieser mysteriösen Frau zu entdecken.

Die Geschichte der Femina Agabbadora inspirierte auch die sardische Schriftstellerin Michela Murgia, die mit ihrem Roman Accabbadòra (Einaudi, 2009), Campiello Preisträgerin, die faszinierende Geschichte einer dieser Frauen, durch die Augen eines Waisenmädchens erzählt, das von ihr adoptiert wurde.

Aus diesem Grund wird das Galluras Museum als das Museum der Femina Agabbadora genannt. Das Museum ist eines der meistbesuchten Museen in ganz Sardinien und unter den beliebtesten auf Tripadvisor (Daten 2015). Das Museum ist tatsächlich ein Grund für viele Touristen, sich von den Stränden zum Landesinneren fortzubewegen oder sogar eine gezielte Reise nach Sardinien zu unternehmen.

Worauf warten Sie? Kommen Sie zum Galluras Museum, um die Agabbadora kennen zu lernen!

Wie kommt man zum Galluras Museum?

Bei der Fahrt nach Luras durch die SP136 Strasse, kommt man an die Hauptstraße (Via Nazionale) an, wo das Museum liegt. Es ist möglich, Parkplatz in der Nähe zu finden. Das Museum hat immer auf Anfrage offen; Es ist besser im Voraus anzurufen. Das Museumpersonal wird Sie auf einer geführten Tour begleiten und Ihnen die Geschichte und Traditionen der Region Gallura und derAgabbadora erzählen.

Weitere Infos unter: www.galluras.it

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